Wer weiĂ, wie dieser böse Crash ausgegangen wĂ€re, wenn der Mann nicht in einem Fahrzeug mit umfangreichen passiven SicherheitsmaĂnahmen sitzen wĂŒrde…
SpaĂ beiseite: der hier zerlegte Lada Nova wird seit 1979 unverĂ€ndert gebaut und basiert konstruktionstechnisch auf dem Fiat 124, einem PKW aus den 1960er-Jahren. Es ist tatsĂ€chlich ein Wunder, dass hier mehr als ein paar Fleischfetzen ĂŒbriggeblieben sind.
Schöner als in diesem Video kann man nicht zeigen, was passieren kann, wenn man bei schlechter Sicht auf glatter Strecke zu flott unterwegs ist. Lieber 10 Minuten zu spĂ€t als ein Leben lang tot…
Wir wĂŒnschen unseren Lesern ein unfallfreies Jahr 2012!
Mit einer vernĂŒnftigen E-zu-B-Ausbildung wĂ€re das nicht passert – dieser Pechvogel zerlegt gleich zwei Autos auf einmal. In diesem Fall geht die Aktion ohne Personenschaden aus, aber es kann weit schlimmer kommen. Blöderweise ist meist der Fahrer schuld, plötzliche technische Defekte sind vergleichsweise selten. Man sollte daher die Ursachen kennen, warum ein AnhĂ€nger zu pendeln beginnt:
zu hohes Tempo
Mit dem AnhĂ€nger hinterm Auto fĂ€llt Tempobolzen sowieso aus. Abgesehen davon, dass ohnehin nur 80 oder 100 km/h je nach AnhĂ€ngertyp erlaubt sind – selbst das kann zu viel sein!
Spurrillen/Spurwechsel Ein Gespann reagiert viel empfindlicher auf Spurrillen als ein PKW alleine. Abhilfe: wenn möglich etwas versetzt fahren, rechtzeitig Tempo reduzieren. Beim Spurwechsel sollte man hektische Lenkmanöver vermeiden. Kritsich und gefĂ€hrlich kann es werden, wenn beide Dinge zusammenkommen: beim Spurwechsel aus Spurrillen heraus, etwa zum Ăberholen auf der Autobahn kann das Gespann unrettbar aufschaukeln.
Wind
Wetterbedingter Wind ist unangenehm, wenn man mit einem AnhĂ€nger unterwegs ist, besonders bei stark wechselnder WindstĂ€rke und Böen. Achtung auch nach Tunnelausfahren, dort wartet oft heimtĂŒckischer Seitenwind. Und auch der Luftzug durch vorbeifahrende Fahrzeuge oder beim Ăberholen von LKW kann das Gespann in eine kritische Situation bringen.
falscher Reifenluftdruck am AnhÀnger oder Zugfahrzeug
Bei zu geringem Luftdruck drohen einerseits ReifenĂŒberhitzung und in weiterer Folge ReifenschĂ€den, aber selbst wenn der Pneu das ĂŒberlebt, leidet das Fahrverhalten unter zu wenig Druck. Empfohlene Werte findet man in der Betriebsanleitung des Fahrzeugs.
falsche StĂŒtzlast
Durch falsche Beladung lastet zu wenig oder zu viel Gewicht der AnhĂ€ngerdeichsel. Bei zu geringer StĂŒtzlast beginnt das Gespann schon bei geringen Geschwindigkeiten zu pendeln. Aber auch zu hohe StĂŒtzlast kann zum Problem werden. Beachten Sie daher die vom AnhĂ€ngerhersteller empfohlenen Werte, wobei sie die maximal zulĂ€ssige StĂŒtzlast fĂŒr die auf ihrem Fahrzeug montierte AnhĂ€ngekupplung nicht ĂŒberschreiten dĂŒrfen. unverzichtbares Helferlein dabei: eine StĂŒtzlastwaage, wie man sie um wenig Geld im gutsortierten Campingfachhandel oder online bekommen kann. Als Faustregel fĂŒr die minimale StĂŒtzlast gilt ca. 4% des zulĂ€ssigen AnhĂ€ngergewichts.
defekte StoĂdĂ€mpfer am AnhĂ€nger oder Zugfahrzeug
Defekte stoĂdĂ€mpfer wirken sich schon im Solobetrieb dramatisch auf die Strassenlage eines KFZ aus, da bei defekten DĂ€mpfern die Reifen “springen”, dadurch weniger Bodenhaftung und daher weit weniger KrĂ€fte ĂŒbertragen können. Umso wichtiger sind funktionierende StoĂdĂ€mpfer beim Gespannfahren. Daher mindestens einmal jĂ€hrlich die Funktion ĂŒberprĂŒfen lassen. Das kann man um wenig Geld bei der jĂ€hrlichen §57a-ĂberprĂŒfung bei einem Automobilklub mit erledigen lassen.
NatĂŒrlich gibt es mittlerweile auch technische Hilfen, die das Fahren mit AnhĂ€nger erleichtern, indem das Pendeln weitgehend verhindert werden soll: Anti-Schlinger-AnhĂ€ngekupplungen und das Anti-Schleuder-System ATC von Al-Ko können am AnhĂ€nger auch nachgerĂŒstet werden, Opel und BMW bieten ein ESP fĂŒr AnhĂ€ngerbetrieb an, das man beim Kauf eines neuen Autos dazubestellen muss. Aber die Grenzen der Physik können die besten Helferlein nicht verschieben – wer ZU schnell fĂ€hrt und ZU hektisch am Lenkrad kurbelt, wird trotzdem sein Gespann im StraĂengraben versenken.
Was kann man aber tun, wenn der AnhÀnger pendelt?
Es geistern viele “Hausmittel” und schlichtweg falsche AmmenmĂ€rchen herum, die angeblich helfen sollen, wenn das Gespann zu pendeln beginnt. Mittlerweile wurden die verschiedenen Tipps ausgiebig getestet und viele dieser Dinge haben sich als Blödsinn herausgestellt (völliger Unfug ist es etwa, noch zusĂ€tzlich Gas zu geben, um “das Gespann zu strecken”).
Die einzig richtige Reaktion, wenn das Gespann zu pendeln beginnt: Lenkrad festhalten, NICHT gegenlenken (das verstĂ€rkt das Pendeln!) und beherzt auf die Bremse treten, um rasch Geschwindigkeit abzubauen. So ĂŒberleben sowohl Fahrer als auch Gespann diese kritische Situation.
Beim Motorradfahren reicht es, einmal kurz die Konzentration zu verlieren oder die BlickfĂŒhrung zu vernachlĂ€ssigen – und schon kommt man in ernste Probleme. Nicht immer endet sowas so glimpflich wie in diesem Video.
Es ist in Ăsterreich gesetzlich vorgschrieben, dass Kinder unter 14 Jahren und einer KörpergröĂe von weniger als 150 cm im Auto nur angeschnallt in einem passenden Kindersitz transportiert werden dĂŒrfen. Trotzdem ist mangelnde Kindersicherung nach Alkohol am Steuer das zweithĂ€ufigste Vormerkdelikt. Laut ĂAMTC waren 7,5% der bei VerkehrsunfĂ€llen verunglĂŒckten Kinder im Auto völlig ungesichert! Viele schwere Verletzungen oder TodesfĂ€lle hĂ€tten mit richtiger Sicherung verhindert werden können.
In Deutschland sieht die Lage leider Ă€hnlich dĂŒster aus. In der Altersgruppe ab 6 Jahren waren dort innerorts nur 58 Prozent in altersgerechten RĂŒckhaltesystemen gesichert unterwegs. Das Allianz Zentrum fĂŒr Technik hat sich daher intensiv mit der Sicherung von Kindern im Fahrzeug beschĂ€ftigt und etliche Versuche durchgefĂŒhrt, um die Wirkung von richtiger und falscher Sicherung zu testen. Im Zuge der Versuche wurde ein Schulfilm mit dem (in Deutschland bekannten) Kindermoderator Willi Weitzel gedreht, der Schulen und der Polizei zur VerfĂŒgung gestellt wird. Man will auf diese Art die Kinder direkt ansprechen und sie dazu animieren, sich selbstĂ€ndig und ohne Aufforderung durch die Eltern anzuschnallen. Wir finden, der Film ist altersgerecht und durchaus gelungen: Rest des Beitrags lesen »
Zu den gefĂ€hrlichsten Manövern, die man als Autofahrer zu erledigen hat, zĂ€hlt sicher das Ăberholen. Gegenverkehr, mangelnde Sicht und die Geschwindigkeitsdifferenz zum Vordermann bergen ein recht hohes Gefahrenpotential. Deshalb sollte eine solche Aktion gut ĂŒberlegt und abgeschĂ€tzt werden, damit der Ăberholvorgang sicher und ohne GefĂ€hrdung von sich selbst oder anderen Verkehrsteilnehmern abgeschlossen werden kann. Geradezu lebensgefĂ€hrlich wird es, wenn der Ăberholvorgang von Motiven wie Zorn oder Wut gesteuert wird, etwa die Wut auf den Vordermann weil dieser zu langsam unterwegs ist. Was dabei herauskommen kann, zeigt dieses Video: der Fahrer des weiĂen Mitsubishi setzt zum Ăberholen an, weil die VordermĂ€nner ihm offenbar nicht schnell genug unterwegs sind. Durch den raschen Spurwechsel bringt er Unruhe ins Auto, schleudert und crasht dabei den Mercedes von der StraĂe. Dieser hatte wohl bis zu diesem Zeitpunkt noch gar nichts vom DrĂ€ngler zwei Fahrzeuge hinter ihm gemerkt. Ein nachfolgender PKW kann nicht mehr rechtzeitig bremsen und fĂ€hrt dem Mercedes auch noch in die andere Seite. Zwei weitere Fahrzeuge können durch Bremsen bzw. Ausweichen eine Beteiligung knapp verhindern. Fazit der Aktion: drei zerstörte Fahrzeuge, zwei der Fahrer sind am Blechsalat völlig unschuldig.
Und der Verursacher ist um keine Sekunde frĂŒher am Ziel.
Das amerikanische Insurance Institute For Highway Saftey hat anlĂ€sslich seines 50-jĂ€hrigen Bestehens einen ganz besonderen Crashtest durchgefĂŒhrt. Es wurden dabei ein Chevrolet Bel Air, Baujahr 1959 und ein aktueller Chevrolet Malibu aus dem Modelljahr 2009 halbseitig versetzt frontal aufeinandergehetzt. Mit dem unfassbaren Ergebnis sollte gezeigt werden, wie sehr sich die passive Sicherheit der Fahrzeuge in diesen 50 Jahren weiter entwickelt hat. Der neue Malibu fĂ€hrt nahezu ungebremst bis zur RĂŒckbank des alten Bel Air durch. Resultat des Tests: bei einem echten Crash hĂ€tte sich der Fahrer des modernen Autos leicht am Knie verletzt. Der Fahrer des Oldtimers wĂ€re sofort tot gewesen.
Ein Autobus mit mehreren montierten Kameras war vor einigen Tagen in einen Frontacrash verwickelt – und die Kameras haben alles mitgefilmt. Man sieht den Bus aus einer Haltestelle ausfahren, kurz danach gerĂ€t ein entgegenkommender PKW ĂŒber die Mittellinie und kollidiert frontal mit dem Bus. Der PKW-Insasse steigt aus eigener Kraft aus, es dĂŒrfte ihm also nicht viel passiert sein. Die Polizei geht davon aus, daĂ der Fahrer eingeschlafen sein dĂŒrfte.
In diesem eindrucksvollen Video ist ein interessanter Crashtest zu sehen, den der deutsche Automobilclub ADAC durchfĂŒhren lieĂ. Es treten ein aktueller Ford Fiesta und ein 20 Jahre alter Ford Sierra mit 56 km/h im Frontalcrash mit 50% Ăberdeckung gegeneinander an. Das Ergebnis ist erschreckend: im Uralt-Sierra kollabiert dabei die Fahrgastzelle und der Fahrer wird eingeklemmt. Somit hĂ€tte der Fahrer zumindest schwere Verletzungen, wenn er den Crash ĂŒberhaupt ĂŒberlebt hĂ€tte. Anders im aktuellen Kleinwagen Fiesta, denn dort lĂ€sst sich sogar die FahrertĂŒre ohne extreme Kraftanstrengung öffnen. Beeindruckend, wie sich die passive Sicherheit unserer Fahrzeuge weiterentwickelt hat.
Moderne KFZ bieten im Vergleich zu frĂŒher eine recht hohe Sicherheit bei einem Crash. Viele UnfĂ€lle, bei denen noch in den 70er-Jahren niemand mehr lebend aus dem Auto geschnitten worden wĂ€re, enden zwar fĂŒrs Auto auch mit einem Totalschaden, die Insassen kommen aber mit ein paar Kratzern davon. Das ist ein Verdienst der speziellen Konstruktion heutiger Fahrzeuge: Knautschzonen, die sich definiert verformen und dadurch die gewaltige Energie eines Unfalles abbauen, aber eine hochfeste Fahrgastzelle, die sich bei einem Unfall nicht oder nur sehr wenig verformt. Die perfekte AusfĂŒhrung dieses Konzepts erfordert viel Wissen, umfangreiche Berechnungen auf Hochleistungsrechnern schon bevor die ersten Prototypen gebaut werden und den Einsatz von teils teuren Materialien und unterschiedlichen MaterialstĂ€rken fĂŒr Knautschzone und Fahrgastzelle. Weiters sind hunderte reale Crashtests fĂŒr die Entwicklung nötig, die ebenfalls kostspielig sind und das fertige Fahrzeug natĂŒrlich ebenfalls teurer machen. Bei einem gut berechneten und konstruierten Fahrzeug sieht ein Crashtest mit 64 km/h gegen eine feste Barriere etwa so aus – besonders bitte auf den Bereich ab der FahrertĂŒre nach hinten achten, der sich hier so gut wie nicht verformt:
Wenn nun ein Billighersteller bei der Grundkonstruktion schlampt, so knautscht bei einem Unfall nicht nur die dafĂŒr vorgesehene Knautschzone, sondern gleich das ganze Fahrzeug. Einige Beispiele gefĂ€llig? Rest des Beitrags lesen »