Zu den gefährlichsten Manövern, die man als Autofahrer zu erledigen hat, zählt sicher das Überholen. Gegenverkehr, mangelnde Sicht und die Geschwindigkeitsdifferenz zum Vordermann bergen ein recht hohes Gefahrenpotential. Deshalb sollte eine solche Aktion gut überlegt und abgeschätzt werden, damit der Überholvorgang sicher und ohne Gefährdung von sich selbst oder anderen Verkehrsteilnehmern abgeschlossen werden kann. Geradezu lebensgefährlich wird es, wenn der Überholvorgang von Motiven wie Zorn oder Wut gesteuert wird, etwa die Wut auf den Vordermann weil dieser zu langsam unterwegs ist. Was dabei herauskommen kann, zeigt dieses Video: der Fahrer des weißen Mitsubishi setzt zum Überholen an, weil die Vordermänner ihm offenbar nicht schnell genug unterwegs sind. Durch den raschen Spurwechsel bringt er Unruhe ins Auto, schleudert und crasht dabei den Mercedes von der Straße. Dieser hatte wohl bis zu diesem Zeitpunkt noch gar nichts vom Drängler zwei Fahrzeuge hinter ihm gemerkt. Ein nachfolgender PKW kann nicht mehr rechtzeitig bremsen und fährt dem Mercedes auch noch in die andere Seite. Zwei weitere Fahrzeuge können durch Bremsen bzw. Ausweichen eine Beteiligung knapp verhindern. Fazit der Aktion: drei zerstörte Fahrzeuge, zwei der Fahrer sind am Blechsalat völlig unschuldig.
Und der Verursacher ist um keine Sekunde früher am Ziel.
Das amerikanische Insurance Institute For Highway Saftey hat anlässlich seines 50-jährigen Bestehens einen ganz besonderen Crashtest durchgeführt. Es wurden dabei ein Chevrolet Bel Air, Baujahr 1959 und ein aktueller Chevrolet Malibu aus dem Modelljahr 2009 halbseitig versetzt frontal aufeinandergehetzt. Mit dem unfassbaren Ergebnis sollte gezeigt werden, wie sehr sich die passive Sicherheit der Fahrzeuge in diesen 50 Jahren weiter entwickelt hat. Der neue Malibu fährt nahezu ungebremst bis zur Rückbank des alten Bel Air durch. Resultat des Tests: bei einem echten Crash hätte sich der Fahrer des modernen Autos leicht am Knie verletzt. Der Fahrer des Oldtimers wäre sofort tot gewesen.
Ein Autobus mit mehreren montierten Kameras war vor einigen Tagen in einen Frontacrash verwickelt – und die Kameras haben alles mitgefilmt. Man sieht den Bus aus einer Haltestelle ausfahren, kurz danach gerät ein entgegenkommender PKW über die Mittellinie und kollidiert frontal mit dem Bus. Der PKW-Insasse steigt aus eigener Kraft aus, es dürfte ihm also nicht viel passiert sein. Die Polizei geht davon aus, daß der Fahrer eingeschlafen sein dürfte.
In diesem eindrucksvollen Video ist ein interessanter Crashtest zu sehen, den der deutsche Automobilclub ADAC durchführen ließ. Es treten ein aktueller Ford Fiesta und ein 20 Jahre alter Ford Sierra mit 56 km/h im Frontalcrash mit 50% Überdeckung gegeneinander an. Das Ergebnis ist erschreckend: im Uralt-Sierra kollabiert dabei die Fahrgastzelle und der Fahrer wird eingeklemmt. Somit hätte der Fahrer zumindest schwere Verletzungen, wenn er den Crash überhaupt überlebt hätte. Anders im aktuellen Kleinwagen Fiesta, denn dort lässt sich sogar die Fahrertüre ohne extreme Kraftanstrengung öffnen. Beeindruckend, wie sich die passive Sicherheit unserer Fahrzeuge weiterentwickelt hat.
Moderne KFZ bieten im Vergleich zu früher eine recht hohe Sicherheit bei einem Crash. Viele Unfälle, bei denen noch in den 70er-Jahren niemand mehr lebend aus dem Auto geschnitten worden wäre, enden zwar fürs Auto auch mit einem Totalschaden, die Insassen kommen aber mit ein paar Kratzern davon. Das ist ein Verdienst der speziellen Konstruktion heutiger Fahrzeuge: Knautschzonen, die sich definiert verformen und dadurch die gewaltige Energie eines Unfalles abbauen, aber eine hochfeste Fahrgastzelle, die sich bei einem Unfall nicht oder nur sehr wenig verformt. Die perfekte Ausführung dieses Konzepts erfordert viel Wissen, umfangreiche Berechnungen auf Hochleistungsrechnern schon bevor die ersten Prototypen gebaut werden und den Einsatz von teils teuren Materialien und unterschiedlichen Materialstärken für Knautschzone und Fahrgastzelle. Weiters sind hunderte reale Crashtests für die Entwicklung nötig, die ebenfalls kostspielig sind und das fertige Fahrzeug natürlich ebenfalls teurer machen. Bei einem gut berechneten und konstruierten Fahrzeug sieht ein Crashtest mit 64 km/h gegen eine feste Barriere etwa so aus – besonders bitte auf den Bereich ab der Fahrertüre nach hinten achten, der sich hier so gut wie nicht verformt:
Wenn nun ein Billighersteller bei der Grundkonstruktion schlampt, so knautscht bei einem Unfall nicht nur die dafür vorgesehene Knautschzone, sondern gleich das ganze Fahrzeug. Einige Beispiele gefällig? Rest des Beitrags lesen »
Zumindest, wenn man sich nicht an die Regeln hält, die in jeder guten Fahrschule gelehrt werden und im §16 StVO: Überholverbote nachzulesen sind. Denn man muss sich schon selbst vergewissern, dass ein Überholvorgang gefahrlos möglich ist und darf sich nicht einfach auf den Vordermann verlassen. Die Aktion in diesem Video hätte böse ausgehen können:
Ein LKW ist im besten Fall ein nützliches Transportmittel für Waren aller Art. Im schlimmsten Fall ist er eine rollende Gefahr – dutzende Tonnen Gewicht sind nur mehr schwer zu bändigen, wenn sie einmal in Bewegung sind. Gottseidank sind die Beispiele auf diesem Video die Ausnahme und nicht der Regelfall: Rest des Beitrags lesen »
Der ÖAMTC hat in einem Crashtest gezeigt, daß eine zu lässige Sitzposition bei der Urlaubsreise tödlich enden kann. Die Testpuppen stellten die Passagiere einer Urlaubsfahrt dar, wie man sie leider in diesen Tagen häufig beobachten kann: der Fahrer-Dummy verzichtet auf den Gurt und vertraut nur auf die Schutzwirkung des Airbag, der Beifahrer hat die Füße gemütlich am Armaturenbrett abgelegt, ein Kind ist eingeschlafen und aus dem Schultergurt gerutscht und ein Baby-Dummy wurde in einer mangelhaft montierten Sitzschale abgelegt, bei der Becken- und Schultergurte vertauscht waren. Ergebnis des Tests vorweggenommen: bei einem realen Unfall wären alle Passagiere schwer verletzt worden. Detailergebnisse und Videos des Tests finden sich auf der ÖAMTC-Website.
Wer viel unterwegs ist, fährt naturgemäß bei vielen stationären Radarboxen vorbei. Alle Standorte weiß allerdings kaum jemand auswendig (alleine in Wien stehen ja dutzende dieser Kisten). Wievele das tatsächlich sind, macht erst ein Blick auf die Karte der Speed Cam Database oder eine kurze Bundeslandsuche auf radarfalle.de klar (die beide übrigens auf dasselbe Datenmaterial zurückgreifen). Wenn schon alle datentechnisch erfasst sind, wäre es doch eine praktische Lösung, sich automatisch bei Annäherung an eine derartige Box warnen zu lassen, um rechtzeitig Tempo zurücknehmen zu können. Schließlich stehen die Boxen ja laut Exekutive nur an Unfallschwerpunkten, somit ist gerade dort eine Einhaltung der erlaubten Höchstgeschwindigkeit im Sinne der Verkehrssicherheit (und eine Warnung vor den Boxen etwa per Navigationsgerät nicht gesetzeswidrig). Derzeit gibts eine besonders günstige Methode:
Bei ATU gibts derzeit das wahrscheinlich billigste Marken-Navigationssystem Österreichs: der Garmin StreetPilot c510 wird um nur € 169.- angeboten. Das Ding ist zwar klein, aber durchaus ein brauchbares Einsteigergerät mit vorinstalliertem aktuellem Kartenmaterial von Österreich, Deutschland, Schweiz und Teilen von Tschechien. Ein interessantes Feature macht das Gerät für unsere Zwecke besonders interessant, nämlich die Möglichkeit, eigene POI(Points Of Interest)-Listen in den internen Speicher laden zu können. Diese POI werden dann akustisch bei Annäherung angekündigt. Auf gehts: Rest des Beitrags lesen »
Ein klassischer Motorradunfall – mitgefilmt aus der Motorradperspektive: Motorrad überholt Auto – und der Fahrer dieses Autos setzt seinerseits auch zum Überholen des vor ihm fahrenden PKW an. Ergebnis: mindestens ein gecrashtes Bike.